21.10.2011
Mit
großer Freude verfolgten die Einwohner des Dorfes Hedem 1962, wie sich in der
Zeit nach Ostern 2 Störche auf dem Haus Hüffmeyer/Lusmöller, Nr. 16,
ansässig machten und mit dem Nestbau begannen. Die Bewohner des Hauses wollten
Adebar behilflich sein und brachten eine hölzerne Unterlage auf den Hausgiebel
an. Doch die stolzen Vögel verschmähte das Angebot und bauten auf der entgegengesetzten Giebelseite. Nach dem Nestbau
bekamen die Störche am 31.05.1962 drei Jungstörche, die am 21.06.1962 beringt
wurden. Die Störche suchten ihre Nahrung vorwiegend in den Hedemer
Bruchwiesen nördlich des Mittellandkanals.
1963
starb der eine Partner des Horstpaares noch während der Brutphase. Die
Untersuchung ergab einen Leberschaden und Verätzungen im Bereich der
Luftröhre. Obgleich
noch im selben Sommer der Horst wieder von einem Paar besetzt wurde, blieb der
Brutplatz seither verwaist.
Das Fachwerkhaus Hüffmeyer/Lusmöller, Hedem Nr. 16 ist 1967 abgebrannt.
Erst im Mai 1976 fand sich erneut ein Horstpaar ein, dass nunmehr auf einem
Kamin des Gutes Hollwinkel zu bauen begann. Es gab diesen Platz jedoch Mitte
Juni auf und bezog - in etwa 1 km Entfernung - die Nestunterlage auf einer
gekappten Traueresche in Lashorst. 1977 fand sich ein Weißstorchpaar abermals
auf dem Kamin des Gutes ein. Es verließ das Gelege Anfang Juni vermutlich wegen
erheblicher Störungen durch tieffliegende Militärflugzeuge.
1978 glückte die Brut endlich; 3 Junge wuchsen auf. Bis 1982 war der Horst nun
zwar alljährlich besetzt, doch kam es zu keiner Brut mehr. Als dann Anfang Juli
1982 einer der Horstpartner im Nahrungsraum verendet aufgefunden worden war
(Todesursache und Verbleib des toten Vogels konnten nie aufgeklärt werden)
blieb Hedem als Brutplatz verwaist.
Im Sommer 2011 brütet wieder ein Storchenpaar in Hedem. Die neue Nisthilfe auf
einem Pfahl am Kanal ist belegt und so ist Hedem wieder unter den Storchendörfern. Home