Der Limberg ist ein Berg im Wiehengebirge auf dem sich die Burgruine Burg Limberg befindet.
Berg Limberg
Der Name „Limberg“ leitet sich wahrscheinlich von dem Begriff „liet“ (sanfter Hügel, Berg) ab, möglich ist aber auch ein Hinweis auf die Lindenbäume. Der Limberg ist etwa 190 Meter hoch und liegt etwas nördlich des Hauptkammes des Wiehengebirges und südwestlich von Bad Holzhausen.
Burg Limberg
Der zwölf Meter hohe Bergfried wurde um 1989 restauriert und
kann besichtigt werden. Ansonsten sind noch einige Wallanlagen und Mauerreste
erhalten. Sehenswert ist auch die an der Burg stehende, 600 Jahre alte „Gogerichtslinde"“,
die vormals als Gerichtsort diente.
Die Burg wurde im 13. Jahrhundert an der Grenze der Bistümer Minden und
Osnabrück wahrscheinlich vom Bischof von Minden an strategisch günstiger
Stelle errichtet. Doch schon zuvor soll an der Stelle eine Burg oder Wehranlage
gestanden haben, in der sich auch Herzog Widukind aufgehalten hat.
Die Burg ging
etwa um 1300 in den Besitz der Grafen von Ravensberg als Lehen über und wurde
von diesen ausgebaut. 1319 wurde die Burg erstmals urkundlich erwähnt. Die Burg
war insgesamt 100 m lang und im Osten 60 m, im Westen 45 m breit. Mit dem
Tod des letzten Graf von Ravensberg Bernhard 1346, fiel der Limberg mit der
Grafschaft Ravensberg an den späteren Herzog von Jülich und Berg.
1363 fand sogar eine Schlacht unterhalb der Burg am Holzhauser Bach statt. Die
Mindener und Osnabrücker Glaubensbrüder beschuldigten sich gegenseitig des
Landfriedenbruches. DieOsnabrücker unterlagen schließlich in diesem Streit und
mussten als Lösegeld für die gefangenen Anführer und Ritter 10 000 Gulden und
3094 Mark an den Mindener Bischof zahlen. Das war eine schwere Belastung für
die Stadt Osnabrück und so mussten schon damals die kleinen Leute bezahlen. Es
wurde eine Steuer für Bier und Wein eingeführt.
1550 wurde die Burg durch einen großen Brand vernichtet. Nur der mächtige
Turm, das Torhaus und die Umfassungsmauern blieben stehen.
In der
Folge des Jülich - Klevischen Erbfolgestreiks wurde die Burg im Vertrag von
Xanten von 1614 dem Kurfürsten von Brandenburg (1701 König von Preußen)
zugeteilt, der sie – nachdem
sie im Dreißigjährigen Krieg vom Pfalzgrafen von Neuburg für einige Jahre
erobert wurde – 1647 von einer kleinen Mannschaft besetzen ließ. Im Dreißigjährigen
Krieg sollte ab 1623 eigentlich eine dreißig Mann starke Truppe die
Unversehrtheit der Burg garantieren, die aber zur Belagerung nach Lippstadt
abkommandiert wurde, so dass dem Pfalzgrafen von Neuburg die Eroberung nicht
schwer fiel. 1662 wurde sie Sitz des Amtes Ravensberg. Im Jahre 1662 wurde die Besatzung der Burg in Stärke von zwanzig
Mann auf die Sparrenburg verlegt, somit endete die Geschichte der Burg als militärischer
Stationierungsort. Unabhängig von der jeweiligen Oberhoheit waren auf der Burg
jedoch stets verschiedene Pfandherren, Amtmänner oder Droste eingesetzt. Mit
dem Ende des 17. Jahrhunderts verfiel die Burg zunehmend und war für militärische
Zwecke kaum noch zu gebrauchen. Im Jahre 1695 wurde in einem Rescript des Kurfürsten
Friedrich III. an die ravensbergische Amtskammer befürwortet, dass das Haus
Limberg, welches wegen Baufälligkeit niemand mehr bewohnen könne, zu
demolieren sei.
"Das dem publiko und dem Lande nicht von geringstem Nutzen, weil solches an keinem Passe gelegen, hingegen bei Kriegszeiten dem Feinde nur zum Raubneste dienen könne."
Bis
zum Anfang des 19. Jahrhunderts - bis 1805 - diente der Turm noch als Gefängnis,
1832 schließlich wurde die Anlage verkauft.
Seit 1870 wird im Forsthaus eine Restauration betrieben.
Seit 1937 ist das Gebiet und die Burg Naturschutzgebiet mit einem wunderbaren
Waldbestand.
In den 1980er-Jahren gründete sich
ein Verein zur Erhaltung der Burgruine. Inzwischen hat der Limbergverein den
Turm, so weit möglich, restauriert und eine Treppe angebracht, damit das Innere
besichtigt werden kann. Heute können sogar Hochzeitspaare sich im Turm trauen
lassen.
Amt Limberg
In der ravensbergischen Landesburg Limberg war die Verwaltung des Amtes Limberg untergebracht. Zur Amtsverwaltung ufm Limberge gehörten die Vogteien Bünde und Oldendorf. Auf dem Limberg verwaltete der Amtmann (Drost) das Amt, den Vogteien wiederum standen entsprechend jeweils ein Vogt vor. Die Vogtei Oldendorf bestand aus den Kirchspielen Oldendorf und Holzhausen. Wegen der Baufälligkeit der Burg wurde die Amtsstube bereits vor 1695 von der Burg Limberg in das Tal (Börninghausen Nr. 12) verlegt, die sogenannte "Vieseley". Die Gerichtsbarkeit oblag dem Amtsherren; das Gefängnis verblieb auf der Burg. 1734 verfügt König Friedrich Wilhelm I. die Personalunion der Ämter Vlotho und Limberg. Seti 1795 wird das Amt von Bünde aus verwaltet. Das Amt Limberg hörte während der französischen Besatzung zwischen 1807 und 1813 auf zu existieren und wurde zur Mairie Holzhausen gezählt. Auch nach Ende der Franzosenzeit wurde das Amt nicht mehr rekonstituiert sondern durch "moderne" preußische Verwaltungskreise ersetzt. Die Limberg lag demzufolge im neugeschaffenen Kreis Rahden.